Welche Fraben werden für die Kopfhautpigmentierung genutzt? 

Eine der wichtigsten Überlegungen bei der Durchführung von Mikropigmentierung gilt dem verwendeten Material der Tinte. Experten haben die Lösung für eine Kopfhautpigmentierung sehr sorgfältig für ihren spezifischen Zweck weiterentwickelt. Obwohl bei gewöhnlichen Tätowierungen und der Kopfhaut-Mikropigmentierung ähnliche Pigmentverbindungen verwendet werden, gibt es dennoch einige entscheidende Unterschiede in ihrer Zusammensetzung und bei der angewandten Technik:

  • Der Metallgehalt. 
    Die bei der Mikro-Pigmentierung verwendeten Tinten weisen extrem geringe Mengen an Metallen auf. Auf der anderen Seite enthalten traditionelle Tätowier-Farben erhebliche Mengen an Schwermetallen wie Cadmium, Eisenoxid und sogar Quecksilber. Diese Metallestellen zuweilen ein großes Gesundheitsrisiko dar. Sie können allergische Reaktionen, Narbenbildung und Ekzeme verursachen. Einige Metalle wie Quecksilber können eine unmittelbar toxische Wirkung entfalten, wenn sie in den Blutkreislauf gelangen. Reguläre Tätowier-Tinten verursachen auch Interferenzen bei der Magnetresonanztomographie (MRT) und ähnlichen Körperscan-Methoden.
  • Die Injektionstiefe in die Haut.
    Tattoo-Spezialisten injizieren ihre Tattoo-Lösung tief in die mittlere Hautschicht während bei der Mikro-Pigmentierung die Tinte unmittelbar unter die obere Hautschicht, also direkt unter die Epidermis injiziert wird. Das hat zur Folge, dass dieses Verfahren weniger schmerzhaft ausfällt als eine gewöhnliche Tätowierung. Darüber hinaus sind die traditionellen Tattoo-Lösungen bzw. Farben infolge der Tiefe für das Immunsystem zugänglicher. Dies verstärkt ihren Abbau durch das körpereigene Immunsystem und verursacht zuweilen schwerere Entzündungsreaktionen, die Schmerzen und Schwellungen zur Folge haben. Dies ist bei der geringen Tiefe der Mikro-Pigmentations-Tinte nicht der Fall. Allerdings führt diese dazu, dass sie den UV-Strahlen der Sonne stärker ausgesetzt ist.
  • Beständigkeit gegen den Abbau durch UV-Licht.
    UV-Strahlung entwickelt eine sehr hohe Energie und kann die chemischen Bindungen in vielen Zusammensetzungen lösen. Wenn das mit Pigmenten geschieht brechen UV-Strahlen ihre Wirkung und führen dazu, dass sie schnell verblassen oder ihre Farbe verändern. Hochwertige Mikro-Pigmentierungs-Lösungen sind hingegen speziell zusammengesetzt, so dass ihre chemische Verbindung sehr resistent gegen die natürliche UV-Strahlung wirkt. Sie halten daher lange unter der Haut, obwohl sie unmittelbar unter die Hautoberfläche injiziert werden. Selbst dann, wenn die UV-Strahlung die Mikro-Pigmentierung langsam abbaut, verblasst sie auf eine stabile Weise ohne dabei ihre Farbe zu verändern. Dies ermöglicht der Mikro-Pigmentierung, mehrere Jahre zu halten ehe sie auszubleichen beginnt.

Tricopigmentations Farbe

Als die Idee der Mikro-Pigmentierung Gestalt annahm, waren viele potenzielle Kunden noch zögerlich ehe sie sich für ein relativ unbekanntes Verfahren entscheiden konnten, dessen Wirkung 3-6 Jahre anhielt. Infolgedessen wurde eine neue Mikropigmentierungs-Tinte entwickelt, die es den Patienten ermöglichte, sie zunächst zu testen, um festzustellen, ob das Verfahren effektiv war oder nicht. Diese Tinte führte zur Entwicklung einer neuen Form des Verfahrens, das temporäre Kopfhaut-Mikropigmentierung oder Tricopigmentierung genannt wird.

Die verwendete Tinte unterscheidet sich von derjenigen der permanenten Kopfhaut-Mikropigmentierung dadurch, dass sie reversibel und biokompatibel ist. Bei den in der Tinte verwendeten Pigmenten handelt es sich um kleine Partikel, die von den Immunzellen leicht absorbiert und wieder losgelassen werden können. Folglich kehren sich die Wirkungen des Verfahrens nach etwa 12 Monaten um, wenn die Tinte zu verblassen beginnt. Die Patienten benötigen dann eine Folgebehandlung, um den erzielten Effekt aufrechtzuerhalten.

Tricopigmentierung ist die deshalb beste Option für all diejenigen, die zunächst nicht auf ein endgültiges Ergebnis vertrauen. Darüber hinaus ist sie auch für frühe Stadien des voranschreitenden Haarausfalls sehr geeignet, da der Spezialist für Mikro-Pigmentierung

einen zukünftigen Haarverlust bei einer erneuten Behandlung mit der Tinte berücksichtigen kann. Wiederholungssitzungen können allerdings mit der Zeit einen erhöhten Kostenfaktor darstellen.

Die Lebensdauer der Kopfhautmikro-Pigmentierung

Mit dem Abbau der Pigmente durch das körpereigene Immunsystem und infolge anhaltender UV-Strahlung durch die Sonne beginnt die in die Kopfhaut injizierte Pigmentierungs-Tinte nach einer Weile auszubleichen. Allerdings hält auch die sogenannte „permanente“ Kopfhaut-Mikropigmentation nicht dauerhaft.

Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die temporäre Kopfhaut-Mikropigmentation etwa 12 Monate anhält während die dauerhafte, sog. permanente Kopfhaut-Mikropigmentation zwischen 3 und 6 Jahre ihre Wirkung beibehält. Abgesehen von der Art der verwendeten Tinte hängt die Lebensdauer der Methode aber auch von einer Reihe anderer Faktoren ab. Es gibt Unterschiede bei der Reaktion des Immunsystems, bei charakteristischen Hauteigenschaften und der Dauer, die menschliche Kopfhaut der UV-Bestrahlung durch die Sonne ausgesetzt ist. Deshalb sind exakte Vorhersagen praktisch kaum möglich.