Kopfhaut Pigmentierung Prozedur

Bevor Sie eine Kopfhautpigmentierung durchführen lassen empfehlen wir Ihnen, einen Beratungstermin zu vereinbaren, um eine genaue Vorstellung von dem endgültigen Resultat zu bekommen, das Sie erwartet. Ganz nach Ihren Wünschen und unter Berücksichtigung einzelner Faktoren wie dem individuellen Grad des Haarausfalls wird sie ein Experte durch den gesamten Prozess begleiten, um am Ende das für Sie beste Ergebnis zu ermitteln.

Aufgrund unterschiedlicher Faktoren wie Haarfarbe, Struktur der Haarfollikel und Hautfarbe bedarf es bei jedem Patienten eines individuellen Ansatzes.

Deshalb hilft Ihnen der Spezialist, einen maßgeschneiderten Behandlungsplan zu erstellen, um Ihre gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Die Prozedur selbst erfordert ungefähr zwei bis drei Sitzungen um das Ergebnis abzuschließen. Der erforderliche Zeitumfang je Sitzung kann je nach den individuellen Umständen variieren. Jede Sitzung dauert eine relativ kurze Zeit von etwa 3-6 Stunden. Der Ansatz der Mikro-Pigmentierung besteht darin, die Tätowier-Lösung punktuell durch die Haut in die obere Epidermis einzubringen. Dies wird durch ein Instrument ermöglicht, das eine bis sechs Mikronadeln unterstützt. In der ersten Sitzung wird normalerweise die Grundlage Ihres neuen Aussehens geschaffen. Die erste Behandlung verfolgt dabei einen konservativen Ansatz, um ein optimales Ergebnis zu garantieren. Deshalb verwendet der Techniker zunächst einen helleren Farbton, da es leichter ist, später einen dunkleren Farbton zu applizieren als umgekehrt.

In den folgenden Sitzungen wird der Spezialist für die Kopfhaut-Mikropigmentation die erforderliche Detailarbeit vornehmen, um das endgültige Aussehen zu vervollständigen und Ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Die aufgetragene Farbe besitzt dann dunkleren Farbton, um den Eindruck von echten Haarfollikeln zu erzeugen und dabei jegliche Anzeichen von Haarausfall zu kaschieren.

Beim Auftragen der Tätowier-Tinte verursacht die Nadel eine minimale Wunde in der Kopfhaut. Diese Wunde heilt sehr bald ab und hinterlässt einen Schorf, der schließlich abfällt und dabei etwas Pigmentierung mitnimmt. Außerdem greift das körpereigene Immunsystem die neuen Pigmente an, da sie körperfremd sind. Die in der Haut verbliebenen Pigmente schrumpfen daher ehe sie im Laufe der Zeit zu einem allmählichen Verblassen der Kopfhaut-Pigmentierung führen. Aus diesem Grund sind Wiederholungsbehandlungen erforderlich, die ein optimales Ergebnis garantieren sollen.

Der Techniker muss während der Behandlung die Pigment-Tröpfchen sehr präzise in die obere Hautschicht einbringen. Sollte die Pigmentierung zu hoch eingebracht werden würde sie nach wenigen Tagen wieder auswaschen. Eine zu tiefe Einbringung des Pigments wäre ebenfalls erfolglos, da die Lösung in diesem Fall aus ihrem begrenzten Bereich diffundiert. Es bedarf daher einer langen Erfahrung und viel Gefühl, um die genaue Tiefe visuell zu erfassen. Darüber hinaus muss der Pigmentierungs-Experte während des Eingriffs technische Entscheidungen treffen und künstlerisches Gespür besitzen, da jeder Bereich der Kopfhaut anders ist. Je nach Hautfarbe, Haarfarbe, Grad des Haarausfalls und natürlicher Haarverteilung kommen unterschiedliche Farbtöne zur Anwendung. All diese Überlegungen und Details zeigen, wie schwierig es oftmals sein kann, eine Mikropigmentierung der Kopfhaut erfolgreich vorzunehmen. Es liegt daher im eigenen Interesse des Patienten, wenn er sich des Expertenwissens und der langjährigen Erfahrung von Spezialisten versichert.

Temporäre vs. permanente Mikro-Pigmentierung

Neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Kopfhaut-Pigmentierung erlauben es, sich zunächst ein Bild von dem Ergebnis einer Behandlung zu verschaffen ehe man sich für eine langfristige oder dauerhafte Lösung entscheidet. Die bei einer temporären Mikro-Pigmentierung verwendete Lösung ist biokompatibel, um im Körper natürlich abgebaut zu werden und schneller zu verblassen.

Die temporäre Mikro-Pigmentierung hält abhängig von Faktoren wie natürlicher UV-Strahlung, individuellem Hautton u.a. durchschnittlich zwischen 6-18 Monaten an. Dabei

verblassen die Pigmente nicht notwendigerweise vollständig oder gleichmäßig, was für einzelne Patienten zuweilen ein wenig lästig werden kann. Wenn Sie Ihr Aussehen erhalten möchten, müssen Sie die Anwendungen aber innerhalb von 12 Monaten wiederholen.

Eine permanente Mikro-Pigmentierung hält hingegen erheblich länger an.

Die Zeit, in der die Pigmentierungs-Tinte langsam zu verblassen beginnt, beträgt in diesen Fällen etwa 3-6 Jahre, abhängig von individuellen Faktoren wie Alter, Immunsystem, Teint und UV-Strahlung.

Dabei ist es wichtig zu berücksichtigen, dass ein Spezialist trotz der relativen Dauerhaftigkeit einer permanenten Mikro-Pigmentierung diese zwar durch eine Laserbehandlung wieder entfernen kann, dies aber zu erneuten Kosten für den Patienten führt. Das Verfahren ist letztendlich für beide Verfahren identisch. Der Unterschied besteht im Wesentlichen in den verwendeten Pigmenten.

Alles in allem kostet die temporäre Mikro-Pigmentierung angesichts der erforderlichen Wiederholungsbehandlungen mehr während die permanente Methode zwar vergleichsweise günstig ist, aber zugleich voraussetzt, dass Sie vom Endergebnis überzeugt bleiben.

Hat die Kopfhaut Pigmentierung Nebenwirkungen?

Das Verfahren der Mikro-Pigmentierung besitzt anders als gewöhnliche Operationen praktisch keine signifikanten Nebenwirkungen. Bei einigen Patienten wird jedoch ein leichtes Unbehagen zu Beginn der Behandlung festgestellt. In diesem Fall können Sie sich für eine örtliche Betäubung entscheiden, um eventuelle Schmerzen zu lindern. Dies ist jedoch meist nicht erforderlich, da viele Patienten von der Behandlung kaum etwas merken.

Im Allgemeinen ist der Schmerz im Vergleich zu einer Haartransplantation oder sogar einer normalen Tätowierung geringer. Nach jeder Anwendung wird Ihre Kopfhaut wegen einer leichten Entzündung rot. Diese Rötung verblasst allerdings sehr schnell. Es ist keine nennenswerte Erholungs- oder Heilphase notwendig, so dass Sie meist innerhalb von wenigen Stunden wieder Ihren normalen Alltagsaktivitäten nachgehen können.