Für wen kommt eine Kopfhaut Mikropigmentierung in Frage?

Wer unter Haarausfall leidet erlebt eine schwierige und oftmals deprimierende Zeit. Gleichzeitig spiegelt Haarausfall eine natürliche Lebensrealität wider, der sich viele Menschen (besonders Männer) stellen müssen.

Statistisch betrachtet erleiden etwa 50% aller Frauen und 65% aller Männer in ihrem Leben Haarausfall, der um das 60. Lebensjahr zu einem erkennbaren Haarverlust führt.

So häufig Haarausfall auftritt, bedeutet er doch immer noch eine frustrierende Erfahrung. Allgemeine Assoziationen, die man mit dünner werdendem Haar oder gar einer Glatze verbindet, haben eine negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl, die allgemeine Stimmungslage bis hin zur psychischen Gesundheit, die darunter leidet. Daher ist es kaum verwunderlich, dass viele Menschen nach einer Behandlung suchen, um ihren Haarausfall zu stoppen, ihn zu verbergen oder sogar rückgängig zu machen.

Obwohl es viele Behandlungsmöglichkeiten gibt, können sie auch eine zusätzliche Belastung darstellen, da viele von ihnen unverhältnismäßig teuer, ineffektiv oder beides sind. Die medikamentöse Behandlung von Haarausfall erfordert eine dauerhafte Verwendung mit der Aussicht auf einen vergleichsweise geringen Nutzen. Haartransplantationen können unschöne und sichtbare Narben hinterlassen und sind in der Regel sehr teuer. Perücken hingegen sind ihre Mühe oftmals nicht wert und führen zuweilen in Verlegenheit. Aus diesem Grund wenden sich immer mehr Menschen der Mikropigmentierung zu.

Die Kopfhaut-Mikropigmentierung (SMP – Scalp Micropigmentation) Technik

Die Mikropigmentierung stellt eine neue, nicht-chirurgische und rein kosmetische Methode dar, die eine erstaunliche Lösung für Menschen mit Haarausfall bietet. Dabei werden kleine Mikronadeln verwendet, die eine Pigmentierung in die obere Hautschicht der Kopfhaut einbringen. Diese natürlichen Pigmente erzeugen den Anschein von echtem Haar, dessen Ansatz nach persönlichem Wunsch und unter Berücksichtigung des individuellen Ausmaßes von Haarausfalls gestaltet werden kann. Die Pigmentierung reproduziert dabei das Bild von Haarfollikeln auf der Kopfhaut, so dass der Eindruck von vollem Haar entsteht, dessen Ansatz frisch rasiert wurde. Darüber hinaus kann die Mikropigmentierung auch Personen mit geringem Haarausfall oder einer dünner werdenden Haarlinie zu mehr Eindruck von Dichte und vollem Haar verhelfen.

Im Gegensatz zu einer Haartransplantation ist die Methode der Kopfhaut-Mikropigmentierung sowohl bezahlbar und erschwinglich. Sie auch außerdem bei allen Formen des Haarausfalls – einschließlich des männlichen Haarausfalls – wirksam.

Darüber hinaus ist es möglich, den Eindruck von vollem und dichtem Haars zu erzeugen, der mit einer chirurgischen Haartransplantation nicht immer garantiert werden kann. Die Pigmentierung der Kopfhaut ist rein kosmetisch und stellt keinerlei chirurgischen Eingriff dar, weshalb auch kein Heilungsprozess oder postoperative Erholungsphasen notwendig sind. Mit erfolgreichem Abschluss einer Mikro-Pigmentation kann der Patient sofort und narbenfrei in den gewöhnlichen Alltag zurückkehren. Es handelt sich um ein Verfahren, das

jedem Patienten eine erfolgreiche Behandlung von Haarausfall gewährleistet, unabhängig von Art und Stadium des Haarausfalls, Geschlecht, Hautfarbe, Haartypus oder Alter.

Die Geschichte der Kopfhaut- Mikropigmentierung

Tätowierungen gibt es bereits seit Jahrtausenden. Im Laufe der Geschichte haben unzählige Kulturen Tätowierungen aus verschiedenen Gründen verwendet. Die permanente Anwendung von Tinte auf der menschlichen Haut diente als Symbol für Riten, zur Identifizierung verschiedener Stämme oder Clans und als Schutz gegen Böses oder Gefahren. Der spezifische Einsatz von Kopfhautpigmentierung zur Behandlung von Haarverlust begann jedoch erst in den 1970er Jahren. Zu dieser Zeit gab es noch kein wirklich anerkanntes oder offizielles Verfahren. Dennoch haben viele Kosmetik- und Tätowier-Studios damit begonnen, experimentelle Tattoo-Verfahren zu entwickeln, um Haarausfall zu kaschieren. Es bedarf keiner näheren Erläuterung, dass die Ergebnisse in der Regel katastrophal ausfielen bis im Jahr 2002 die moderne Kopfhautpigmentierung ihre ersten Erfolge feiern konnte.

Im Jahr 2002 führte die HIS-Haarklinik das erste effektive Kopfhaut-Tätowierungsverfahren durch. Zu dieser Zeit hieß das Verfahren noch Mikro-Haar-Tätowierung (Micro Hair Tattoo – MHT) ehe es einige Zeit später unter dem Namen Kopfhautpigmentierung bzw. Kopfhaut-Mikropigmentierung bekannt wurde. Seit ihrer Einführung hat diese Technik zahlreiche Fortschritte gemacht, da man damit begann neue spezialisierte Geräte zu entwickeln und sich auf diese Methode zu spezialisieren. Inzwischen sind auch Pigmentierungslösungen verfügbar, die nicht permanent wirken, organischer Natur sind und keinerlei allergische Reaktionen hervorrufen. Außerdem sind die Nadeln, die zum Einführen des Pigments in der Kopfhaut verwendet werden, inzwischen viel feiner geworden und ermöglichen dadurch ein erheblich genaueres und subtiles Eindringen in die obere Hautschicht, wodurch Entzündungen reduziert werden können. Die Mikropigmentierung der Kopfhaut wird mit ihren Innovationen also immer besser.